Zahnersatz aus dem Ausland

Kronen, Brücken und Implantate sind teuer. In den vergangenen Jahren hat daher ein Trend eingesetzt, der sich niedrigere Kosten im Ausland zunutze macht. Polen, Tschechien oder Ungarn bieten den Zahnersatz bereits für einen Bruchteil der Kosten, die für eine gleichartige Behandlung entstehen. Einsparungen von bis zu 70 Prozent locken mehr und mehr Patienten an. Wie kommen diese Preisunterschiede zustande?

Niedrigere Mieten, Lohnkosten und geringere Sozialabgaben sind Grundstein dieser auf den ersten Blick lohnenden Alternative. Allerdings ist der Zahnersatz aus dem Ausland mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Grundsätzlich gilt für Zahnersatz, der über deutsche Zahnärzte importiert wird, ein ähnlich hoher Anspruch in puncto Qualität und Passgenauigkeit, da in diesem Zusammenhang nach deutschen Standards gearbeitet wird.

Zahnersatz aus dem Ausland

Sehr viel komplizierter wird die Situation aber dann, wenn ein deutscher Ansprechpartner mit entsprechender Qualitätskontrolle und einem ausgefeilten Qualitätsmanagement fehlt. In solchen Fällen kann es zu Komplikationen kommen. Wird der Zahnersatz etwa unter einem hohen Kosten- und Zeitdruck hergestellt, stellen Verarbeitungsfehler oder der Einsatz von minderwertigen Materialien ein Risiko dar.

Was den Zahnersatz aus dem Ausland ebenfalls zum Risiko für den Patienten machen kann, ist die Frage, ob sich Gewährleistungsansprüche durchsetzen oder nachträgliche Anpassungen im Nachhinein ohne Weiteres durchführen lassen. Wer sich für den ausländischen Zahnersatz entscheidet, sollte zudem vorher klären, ob und in welcher Höhe die Krankenversicherung den Zahnersatz bezuschusst.